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Luminanzkontrast wurde als neue Beleuchtungsart auf der Basis handgefertigter Prototypen von Linsenobjektiven und lichtmodulierenden Elementen entwickelt, zusätzlich anhand von Spiegelobjektiven erprobt. Sowohl die
modifizierten Linsenobjektive, die mit speziellen lichtabsorbierenden Elementen auszustatten waren, als auch die getesteten Cassegrain-Schwarzschild-Spiegelobjektive wurden bereits vor mehreren Jahrzehnten
gefertigt. Dennoch zeigen die Luminanzkontrastbilder bei Verwendung dieser Objektive außergewöhnlichen Kontrast, exzellente Schärfe und übermikroskopische Auflösung. Bei allen Objektiven war die Bildqualität
sichtlich besser als bei Verwendung mit konventionellen Beleuchtungsarten. Unter diesem Aspekt verspricht diese neue Beleuchtungsmethode weitere fundamentale Verbesserungen der erzielbaren Bildqualitäten, wenn
moderne Objektive basierend auf den heutigen Fabrikationstechnologien für Luminanzkontrast erstellt würden.
Herkömmliche Linsenobjektive für Phasenkontrast könnten auf einfache Weise für Luminanzkontrast umgerüstet werden, wenn ihre Phasenringe durch einen zentrischen Lichtabsorber ersetzt würde. Als Alternative könnte
auch ein lichtabsorbierendes Element nach Art des Konstruktionsplanes in Abb. 10 verwendet werden oder es könnte ein entsprechender Lichtabsorber mit nur einem oder zwei gegenüberliegenden Haltestegen montiert
werden.
Auch Spiegelobjektive könnten heutzutage wahrscheinlich mit noch verbesserter Präzision und Qualität hergestellt werden, wenn die derzeitigen Fertigungsmethoden zum Einsatz kämen. Für Luminanzkontrast dürften
Spiegelobjektive weiterhin vorteilhaft sein, weil ihre optische Auslegung von vorneherein auf einem zentralen Auffangspiegel basiert, der als lichtabsorbierendes Element fungieren kann. Das vollständige Fehlen
jeglicher chromatischer Aberration und eine hohe Bildplanität über große Sehfelder sprechen als weitere konstruktive Vorteile für Spiegelobjektive.
Im Luminanzkontrast können die beschriebenen unterschiedlichen Beleuchtungseffekte bei laufender Untersuchung auf einfache Weise ineinander übergeführt werden. In gleicher Weise können auch Kontrastintensität und
Hintergrundhelligkeit stufenlos verändert und Halo-Artefakte bei Erfordernis ausgeschaltet werden.
Im Luminanz-Dunkelfeld sind randständige Überstrahlungseffekte meist geringer ausgeprägt als bei konventioneller Dunkelfeldbeleuchtung. Da die gesamten beleuchtenden Strahlenanteile zentriert und axial lotgerecht auf
das Objekt treffen, werden weit mehr Details im Inneren des Objektes sichtbar als im konventionellen Dunkelfeld. Zusätzlich ist die Ausleuchtung der Objekte wesentlich homogener, so dass diese wie selbstleuchtende
bzw. fluoreszierende Körper kontrastiert werden. Wahrscheinlich aus diesem Grund können im Luminanzkontrast auch sehr kleine Strukturen erkennbar werden, deren Größe unterhalb der üblichen Auflösungsgrenze des
jeweils verwendeten optischen Systems liegt. In dieser Hinsicht erscheint Luminanzkontrast mit fluoreszenzmikroskopischen Techniken vergleichbar.
Weitere qualitative Verbesserungen wären zu erwarten, wenn die unterschiedlichen Möglichkeiten technischer Weiterbildungen realisiert würden, welche vorstehend beschrieben wurden. Schließlich erscheint
Luminanzkontrast auch geeignet, die Fluoreszenz-Mikroskopie zu bereichern.
Copyright: Jörg Piper, Bad Bertrich, Germany, 2007
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